Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum…

12 01 2008

np40_ohtannenbaumohtannenbaum…nun wirst du in der Tonne braun.

Ja die Weihnachtszeit ist nun definitiv vorbei. Schade eigentlich, denn nun hat der Alltag die Führung zurückerobert und dieser kann, ohne Vorfreude aufs nahende Fest, ohne süße Leckereien oder dem festlichen Essen, grausam sein. Wie dem auch sei. Zuhause musste an diesem Wochenende die Weihnachtsdeko, die Fensterklebebildchen sowie der Fensterkunstschnee und der ganze andere Weihnachtskrimskrams fürs erste eingemottet werden. Schweißtreibende 9 Stunden standen vor mir. Knackpunkt war der Weihnachtsbaum – mein Prunkstück – welcher über Wochen den Blickfang in meinem Wohnzimmer darstellte.
Es hatte Stunden gedauert die ganzen Kugel und “Schneeflocken” von ihm herunterzubekommen, dazu noch die total verhedderte Lichterkette – ein Graus.
Endlich hatte ich ihn so weit und ungeschmückt, im nadelig unfeierlichen Look, stand er im vor mir. Nun wollte ich nur noch den Christbaumständer lösen um ihn in den Flur zu stellen doch dies gestaltete sich schwieriger als erwartet denn der Lösemechanismus wollte nicht so wie er sollte. Also musste ich kurzerhand eine Säge schnappen und in “befreien”.

Heute ging es dann abwärts, ich warf ihn aus der zweiten Etage über das Geländer von unserem Laubengang und unten angekommen verlor er mit einem heftigen Stampfer den Großteil seiner Nadeln. Weiter ging es. Mit dem Auto fuhren in die Innenstadt, denn anders als andere Leute, die ihren Baum an die Straße warfen, wollte ich meinen Baum gegen einen 5,-€ Einkaufsgutschein einlösen.
Endlich angekommen machte ich direkt, mich mit dem Baum im Schlepptau, auf den Weg zu den großen, vor Weihnachtsbäumen überquellenden, Containern. Dort wurde er mir freundlich “entrissen”. Natürlich dachte ich dass es dies nun gewesen sei und ich den Gutschein bekommen würde. Aber nein, das einzige was ich bekam war die Information ich solle die Wertkarte die ich beim Kauf bekam am Family Shop vorzeigen.
Also gut, auf ging es ins Getümmel, vorbei an Horden von Menschen und nach Minuten des langen Wartens und der Suche fand ich dann endlich den ach so großen Family Shop. Ein Tisch, ein Stuhl, ein Computer und eine Verkäuferin die mir aus ihrer Hemdtasche zückend den Gutschein übergab. Geschafft!

Danach ging es vorbei an leergekauften Regalen – es war gerade KNUT – den langen Kassenschlangen und dem Hot Dog stand zurück in die Freiheit und wieder zurück nach Hause.
Weihnachten ist eine besinnliche Zeit, eine Zeit der Vorfreude und der Gemütlichkeit denn nach wartet der pure Stress auf einen. Also denn es ist vorbei freuen wir uns auf Ostern.

Frage: Warum habe ich den Baum nicht eigentlich auch an die Straße gestellt? An der Sache mit dem Gutschein hätte das nichts geändert. Oder?


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